Lübecker BUNT

Unabhängige und überparteiliche Bürgervereinigung Lübeck

Lübeck kann viel mehr!

Unser Lübeck hat viel zu bieten – was bieten wir Lübeck?

Unsere Stadt hat viel zu bieten: die historische Altstadt, ein buntes und reiches Kulturleben, Medizintechnik auf Weltniveau, den bedeutenden Hafen - umweht von Ostseeluft. Diese Vielfalt müssen wir erkennen, fördern und für nachfolgende Generationen bewahren.

Als Lübecker Bürgerinnen und Bürger mit verschiedenen Kompetenzen und Erfahrungen fühlen wir uns unserer Stadt verbunden und verpflichtet. Deshalb setzen wir uns unabhängig von Parteien und Politikbetrieb für gutes Leben in Lübeck ein.

Wir wollen uns effektiv selbst verwalten

Der Lübecker BUNT will städtische Entscheidungen und Ausgaben kritisch, demokratisch, ergebnisoffen und sachkompetent beeinflussen. Dazu gehört für uns, dass Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert werden und Einfluss nehmen können, z.B. durch öffentliche zugängliche Stadtteilbüros.

Die für mehrere tausend Euro installierte Konferenztechnik in der Bürgerschaft, die aktives Diskutieren ermöglicht, muss endlich genutzt werden.Wollen wir wirklich alles privatisieren?

Die Substanz, von der unsere Stadt lebt, darf ohne die Zustimmung der Lübeckerinnen und Lübecker nicht leichtfertig verspielt werden. Daher wendet sich der Lübecker BUNT dagegen, städtisches Eigentum zu verkaufen, allein um den Haushalt zu sanieren.

Der Hafen muss als Einheit für die Stadt erhalten bleiben. Daseinsfürsorge gehört zum Kernbereich der kommunalen Aufgaben und nicht in die Hände von gewinnorientierten Privatunternehmen. Erfahrungen in anderen Städten zeigen, dass Versorgungsnetze und Verkehrsbetriebe in öffentlicher Hand am besten aufgehoben sind.

Während Lübeck noch auf Privatisierung setzt, gehen andere längst den sinnvollen Schritt der Rekommunalisierung. Stadtwerke und Entsorgungsbetriebe gehören in kommunale Hand und müssen wirksam und professionell durch die Bürgerschaft kontrolliert werden. Vorhandene städtische Betriebe, insbesondere die KWL, müssen konsequent daraufhin überprüft werden, ob sie für Lübeckerinnen und Lübecker das Beste erreichen können und rentabel arbeiten.

Wirtschaftlich wirtschaften wie?

Wir wollen die wirtschaftlichen Stärken unserer Region nutzen, statt Prestigeprojekte und anonyme Investoren mit unserem Geld zu unterstützen. Wirtschaftspolitik in Lübeck muss sich langfristige Ziele setzen.

Der Lübecker BUNT will verhindern, dass die Natur zugunsten kurzlebiger, auf schnellen Profit ausgerichteter Projekte, unumkehrbar geschädigt wird. Der Stadtwald muss in kommunaler Hand bleiben. Naturschutzflächen dürfen nicht für städtebauliche Projekte geopfert werden. Konkret heißt das: Kein Ausbau der Travemünder Enge zwischen Kohlenhof und Passathafen. Keine Beteiligung an Kohlekraftwerken. Stattdessen: Regenerative Energietechnik muss gefördert und ausgebaut werden. In allen städtischen Bereichen muss konsequent Energie gespart werden. Unsere Vision: Lübeck wird zu einer ökologischen Modellstadt im Norden.

Wie mobil wollen wir künftig sein?

Dazu gehört für den Lübecker BUNT ein Verkehrskonzept, das Fußgänger, Fahrradfahrer und den ÖPNV - vor allem in der Innenstadt - gegenüber dem Autoverkehr bevorzugt. Wir möchten ein in sich stimmiges Verkehrskonzept für die Innenstadt entwickeln, das Wohnen, Einkaufen, Tourismus und Kultur sinnvoll zusammenbringt.

Dazu gehört, dass zentrale Altstadtstraßen konsequent verkehrsberuhigt werden und ein Pendelverkehr zu Parkflächen außerhalb der Insel eingerichtet wird. Das vorhandene Stadtbahnkonzept könnte dazu wiederbelebt und angepasst werden. Kostenneutral und effektiv wäre die Freigabe aller Einbahnstraßen für Fahrradfahrer wie sie gesetzlich bereits vorgesehen ist.

Statt bauen Stadt gestalten

Um die Innenstadt lebendiger zu machen, sollen Baulücken geschlossen werden. Ökologisch sinnvolle Projekte und Mehrgenerationenwohnen soll dabei bevorzugt und nach Möglichkeit gefördert werden. Weitere Neubaugebiete auf der grünen Wiese halten wir nach der Erschließung von Hochschulstadtteil und Bornkamp für nicht erforderlich.

Jugend ist und bleibt unsere Zukunft

In den bestehenden Stadtteilen - insbesondere in Moisling, Buntekuh, Eichholz und Kücknitz - muss die soziale Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen vorangetrieben werden. Der Lübecker BUNT setzt sich für verpflichtende Sprachkurse, den Ausbau von Sozialberatungsmöglichkeiten und eine regelmäßig tagende Integrationskonferenz ein. Insbesondere im Bereich des Jugendamtes darf nicht - wie im Moment von der Bürgerschaft vorgegeben -- weiter gespart werden. Gestärkte Jugendliche zerstören keine Bushaltestellen oder Parkanlagen und integrieren sich in die Gesellschaft. Um sie zu schützen wollen die Alkohol-, Drogen- und Gewaltprävention konsequent ausbauen. Dazu gehört einerseits, den Verkauf von Alkohol zur Nachtzeit außer Haus und im Stadtgebiet Lübeck sowie sogenannte „Flatrate-Parties“ zu verbieten. Andererseits sollten Jugendliche durch verpflichtende Projekttage an allen Lübecker Schulen geschützt und aufgeklärt werden.

Und Bildung ist unser wertvollstes Kapital

Besonderer Förderung bedürfen die Lübecker Kinder. Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen!  Von Kultur kann man nie genug bekommen! Dies fügt sich in ein Konzept „Kultur in Lübeck“ ein. Dieses soll das gesamte Aufwachsen der Lübecker Kinder und Jugendlichen begleiten. In unserer schönen Hansestadt bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Kunst, Musik, Architektur, Filmkunst und Theater zu erleben. Kostenfreier Zugang zu den städtischen Museen wird die Besucherzahl und die Akzeptanz bei Jung und Alt sprunghaft erhöhen. Die fehlenden Eintrittsgelder können durch Einsparungen an anderen Stellen (z.B. Einlasskontrolle, Eintrittskartenverkauf etc.) und durch zusätzliche Umsätze in attraktiven Museumsshops und -bistros und durch Spenden ausgeglichen werden. Um das Theater zu erhalten, sollte die Spielzeit so angeglichen werden, dass die Hochsaison für Touristen im Sommer genutzt werden kann.

Jetzt kommt es vor allem auf die Bürger an!

Viele Menschen haben sich schon gute und gelungene Gedanken zur Gestaltung unserer Stadt gemacht, z.B. die Perspektivenwerkstatt „Mitten in Lübeck“. Ihre Ideen zur Belebung der Innenstadt (Rathausmarkt, Spielplätze) wollen wir nutzen. Die Bürgerschaft hat die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beschlossen. Daran müssen alle Betroffenen öffentlich beteiligt werden! Wir laden alle Lübeckerinnen und Lübecker ein, gemeinsam mit uns ihre guten Ideen zu verwirklichen, denn Lübeck kann mehr!